Prof. Samuel Casale

Klang entdecken. Grenzen überwinden. Menschen verbinden.

„Als vielseitiger Musiker verkörpert Samuel das Idealbild des modernen Flötisten: Er ist in jedem Repertoire zu Hause und neugierig auf die unterschiedlichsten musikalischen Ausdrucksformen.“
— Bruno Mantovani

„Samuel Casale: Offenheit, Neugier und Intelligenz – ganz zu schweigen von der Freude, die seine begeisterungsfähige Persönlichkeit in die Zusammenarbeit mit anderen einbringt.“
— Yves Balmer

Samuels musikalischer Weg beruht auf einer einfachen Idee: der Flöte, der Stille und dem gemeinsamen Zuhören.

Auf der Bühne sucht er nach jenem gemeinsamen Atem, in dem Klang zu Emotion und schließlich zu Erinnerung wird. Von einem Projekt zum nächsten bleibt seine Absicht dieselbe: Verbindungen zu schaffen, den Augenblick bewusst zu erleben und zu einer anderen Art des Zuhörens einzuladen.

Schon in jungen Jahren eröffnete ihm die Flöte verschiedene musikalische Wege. Einer davon führte ihn zur historisch informierten Aufführungspraxis, mit der er sich sechs Jahre lang als Soloflötist des Theresia Youth Orchestra intensiv beschäftigte. Ein weiterer führte ihn zur zeitgenössischen Musik, für die er sich als Solist des Ensemble Écoute und durch seine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Ensemble Intercontemporain einsetzt. Hinzu kommt eine zunehmend eigenständige künstlerische Auseinandersetzung, die ihn heute dazu bewegt, seine Tätigkeit als Solist, Kammermusiker und Initiator eigener Projekte weiterzuentwickeln.

Für Samuel sind diese Wege niemals voneinander getrennte Welten. Sie stehen miteinander in Beziehung, verändern sich gegenseitig und bereichern einander. Seine Ausbildung führte ihn zunächst an das Konservatorium von L’Aquila zu Giampio Mastrangelo, anschließend an die HEAR in Straßburg zu Mario Caroli und Patrick Blanc und schließlich an das Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris (CNSMD), wo er unter anderem bei Sophie Cherrier und Pierre Dumail studierte. Seine Annäherung an die Flöte folgt dabei einem einfachen Gedanken: Technik ist nur dann sinnvoll, wenn sie größere Freiheit im Zuhören und im musikalischen Ausdruck ermöglicht.

Diese Neugier hat ihn in unterschiedlichste Orchester geführt. Nachdem er beim Orchestre Français des Jeunes und beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg erste Einblicke in das Berufsleben gewonnen hatte, musizierte er unter anderem mit dem Orchestre de Paris, der Opéra national de Paris, dem Orchestre du Capitole de Toulouse und dem Orchestre d’Avignon. Darüber hinaus tritt er mit seinem eigenen Ensemble, dem Quintette Le Bateau Ivre, dessen Gründer und künstlerischer Leiter er ist, im Duo mit dem Pianisten Arzhel Rouxel sowie in Projekten auf, die Musik, Improvisation und neue Technologien miteinander verbinden.

Sein gemeinsam mit Arzhel Rouxel eingespieltes Doppelalbum Équinoxes, das dem Komponisten Sigfrid Karg-Elert gewidmet ist, zeugt von seinem Interesse an Werken, die mitunter abseits des großen Konzertrepertoires stehen. Mit Trialogues, einem immersiven Projekt, das Klang, Video und Bewegung miteinander verbindet, führt er diese künstlerische Suche noch weiter: Er möchte akustische Instrumente und digitale Medien in einen Dialog bringen, die Zeit verlangsamen, gewohnte Hörweisen verändern und eine andere Beziehung zum Klang entstehen lassen.

Heute setzt Samuel als Professor für Querflöte am Conservatoire à Rayonnement Régional (CRR) von Saint-Maur-des-Fossés seine künstlerische Auseinandersetzung auch in der Lehre fort. Zuvor unterrichtete er Kammermusik am CRR von Reims. Er ermutigt seine Studierenden dazu, das Lernen selbst zu erlernen: die eigene musikalische Stimme zu finden, Genauigkeit mit Freude, Technik mit bewusstem Zuhören und das Individuelle mit dem Gemeinschaftlichen zu verbinden. Einen Musiker auszubilden bedeutet für ihn nicht nur, handwerkliches Können weiterzugeben, sondern auch die Voraussetzungen dafür zu schaffen, zunehmend selbstständig, neugierig und aufmerksam zu werden.

Auch Italien, sein Geburtsland, bleibt in seiner Art zu musizieren stets präsent: in seiner Beziehung zur Sprache, zur Geste und zum Austausch mit anderen Menschen. All das prägt seine Vorliebe für einen unmittelbaren, körperlich erfahrbaren und lebendigen musikalischen Ausdruck.

Mit jedem Projekt, jeder Begegnung und jedem Ton verfolgt Samuel Casale somit ein einziges Anliegen: Musik zu einem Raum werden zu lassen, in dem Menschen sich Zeit nehmen, einander zuzuhören, sich zu begegnen und gemeinsam wiederzuentdecken, was sie im Innersten verbindet. Dieser Gedanke begleitet ihn in allen Ländern, in denen er regelmäßig auftritt – über Europa hinaus ebenso in Japan und Lateinamerika.

Samuel Casale ist Miyazawa International Artist und spielt eine Miyazawa CS 14 Karat-Goldflöte.

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Prof. Samuel Casale

"Versatile musician, Samuel embodies the archetype of the modern flutist, at ease in every repertoire and curious about the most diverse practices." – Bruno Mantovani

"Samuel Casale: open-mindedness, curiosity, and intelligence, not to mention the joy his enthusiastic personality brings to his collaborators." – Yves Balmer

Samuel Casale's path is built on one simple idea: the flute, silence, and shared listening.

On stage, he seeks that common respiration where sound becomes emotion, then memory. From one project to the next, the intention remains the same: to create connection, to inhabit the moment, to invite a different way of listening.

From an early age, the flute opened several paths for him. That of historically informed practice, which he explored for six years as solo flute in the Theresia Youth Orchestra. That of the contemporary repertoire, which he champions as a soloist with the Ensemble Écoute and through his regular collaborations with the Ensemble Intercontemporain. And finally, that of an increasingly personal research, which leads him today to develop his activity as a soloist, chamber musician, and project creator.

These paths are never, for him, separate worlds. They echo one another, shift, and enrich each other. Trained at the L'Aquila Conservatory under Giampio Mastrangelo, then at the HEAR in Strasbourg under Mario Caroli and Patrick Blanc, before joining the CNSMD in Paris under, among others, Sophie Cherrier and Pierre Dumail, Samuel builds his approach to the flute around a simple idea: technique only makes sense when it allows for greater freedom of listening and expression.

This curiosity has led him to perform in a wide range of orchestral settings. After discovering the profession with the Orchestre Français des Jeunes and the Orchestre Philharmonique de Strasbourg, he has since played with the Orchestre de Paris, the Opéra national de Paris, the Orchestre du Capitole de Toulouse, and the Orchestre d'Avignon, as well as with his own ensemble, the Quintette Le Bateau Ivre, of which he is founder and artistic director, in duo with pianist Arzhel Rouxel, or in projects blending music, improvisation, and new technologies.

His double album Équinoxes, devoted to Sigfrid Karg-Elert with Arzhel Rouxel, testifies to this interest in works that sometimes sit at the margins of the great repertoires. With Trialogues, an immersive project blending sound, video, and movement, he pushes this research even further: to bring acoustic instrument and digital into dialogue, to slow down time, to shift listening habits, and to let emerge a different relationship to sound.

Today, as a flute professor at the CRR of Saint-Maur-des-Fossés, after having taught chamber music at the CRR of Reims, Samuel extends this research into teaching. He invites his students to learn how to learn: to find their own voice, to connect rigor with joy, technique with listening, the individual with the collective. For him, training a musician is not merely about transmitting a craft, but about providing the tools to gradually become autonomous, curious, and capable of listening.

Italy, where he was born, also remains present in this way of making music: a relationship to speech, to gesture, and to exchange that nourishes his taste for a direct, embodied, and living expression.

Through every project, every encounter, and every note, Samuel Casale thus pursues a single quest: to make music a space where one takes the time to listen, to meet one another, and to rediscover, together, what deeply binds us. This principle holds true in every country where he performs regularly—beyond Europe, in Japan and Latin America alike.

As a Miyazawa International Artist, Samuel Casale plays a Miyazawa CS 14K gold flute.

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Osaka Competition 2023 — Chant de Linos, André Jolivet (live) 
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Équinoxes — Sigfrid Karg-Elert
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Trialogues — sound, video, movement 
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